News-Update

Die Vereinigung Kulturmeile/Zürich West wünscht allen einen guten Start ins 2026!

Zürich-West – Kulturmeile & Industriequartier

Zürich-West steht wieder zur Debatte

Über die Zukunft des Industriequartiers wird gerade so intensiv diskutiert wie schon lange nicht mehr. Erkennt das politische Zürich nun endlich, was auf dem Spiel steht? Eine Übersicht der Brennpunkte.

Zürich-West steht im Fokus des öffentlichen Interesses. Das klingt erst einmal ernst, finden wir aber im Grunde positiv, denn zu lange wurde weggeschaut und hat jede/r, der/die im Industriequartier eine Parzelle hat, nur für sich gewurstelt. Das scheint sich zu ändern, der Ruf nach einem «Masterplan» für Zürich-West wird lauter.

Das Stadtviertel, eines der innovativsten und dynamischsten an der Limmat, soll besser «kuratiert» werden, um eine lebenswerte Zukunft zu haben, heisst es auf der einen Seite – sie fordert mehr Wohnraum, bessere Erdgeschossnutzungen und attraktive Freiflächen. Die andere Seite, massgeblich renditeorientierte Baugrössen, fordern einen Abbau der bürokratischen Hürden und eine Beschneidung der Einsprachemöglichkeiten, die derzeit vieles blockieren. Und dann gibt es die, welche am liebsten zurück in die Vergangenheit wollen und jede Art der «Gentrifizierung» verteufeln (wir sind es nicht). Nachfolgend drei Themenblöcke, welche die laufende Debatte abbilden.

Zürich-West vor einigen Jahren – das St.Jakob Zentrum ist noch im Bau, die KVA noch grau und mächtig. (Bild: Christian Beutler, Keystone)
Zürich-West vor einigen Jahren – das St.Jakob Zentrum ist noch im Bau, die KVA noch grau und mächtig. (Bild: Christian Beutler, Keystone)

«Politiker, Kulturschaffende und Anwohner sind der Meinung, dass das Quartier Hardbrücke immer steriler und anonymer wird. Sie fordern publikumswirksame Nutzungen», schreibt das Tagblatt der Stadt Zürich

Ginger Hebel vom Tagblatt der Stadt Zürich widmete der zentralen Verkehrsachse von Zürich-West Ende Juni einen ganzseitigen Artikel, der beschreibt, wie das Gebiet zwischen Bahnhof Hardbrücke und Escher-Wyss-Platz zur «sterbenden Asphaltwüste» geworden ist und wie Politiker nach einer «ordnenden Hand» rufen, um einer weiteren Verödung des Gebiets unter und neben der Hardbrücke entgegenzuwirken. Erwähnt wird auch der einstige Autobahnzubringer, der für heutige Begriffe zu breit und zu stark auf den motorisierten Individualverkehr ausgerichtet sei. Eine mögliche Massnahme gegen das Absterben des Lebens in Zürich-West sei eine rasche Erhöhung des Wohnungsanteils von derzeit 12 auf 30 Prozent sowie eine bewusstere Nutzung der oft leblosen Erdgeschosse im Quartier. Hier geht's zur Online-Version des Artikels im Zürcher Tagblatt.

Die Hardbrücke – Monstrum und Wahrzeichen zugleich. (Bild: Ginger Hebel/Tagblatt)
Die Hardbrücke – Monstrum und Wahrzeichen zugleich. (Bild: Ginger Hebel/Tagblatt)

«Drei Pensionäre greifen die Zürcher Stadtplanung an – mit PR-Tricks und voller Kriegskasse», so die NZZ

Michael von Ledebur und Marius Huber von der «Neuen Zürcher Zeitung» haben die IG Zürich-Hardbrücke porträtiert, welche die jüngsten Debatten um Zürich-West entscheidet mitprägt. Der Kern der Interessengemeinschaft besteht aus dem legendären Journalisten und Ex-Verleger Köbi Gantenbein (früher «Hochparterre»), dem Ex-Holzhändler Martin Seiz von der Hamasil-Stiftung und dem Immobilien-Profi Martin Hofer.
Die NZZ beschreibt das Trio als gut vernetzte, strategisch denkende und finanziell leistungsfähige Bande von alten, aber keinesfalls altmodischen Gesinnungstätern, die nichts weniger als die Stadt retten wollen. Ihr Fokus ilegt auf der Pfingstweidstrasse, dem Maag-Areal, dem Josef-Areal und demnächst auch auf der Hardbrücke, wo eine weitere Intervention der Gruppe in der Pipeline sei. Den durchaus wertschätzenden Artikel, der nebenbei auch die verquere Geschichte der Bau- und Zonenordnung im Industriequartier noch einmal aufrollt, ist bei NZZ online zu finden. Prädikat: lesenswert! 

Köbi Gantenbein, Martin Seiz und Martin Hofer (Bild: Andrea Diglas/IGZH)
Köbi Gantenbein, Martin Seiz und Martin Hofer (Bild: Andrea Diglas/IGZH)

«So eine Bruchbude stehen zu lassen, das ist für mich krank», sagt ein Leser des Tages-Anzeigers über die bedrohten Maag-Hallen

Auch der Tages-Anzeiger berichtete Ende Mai von dem Urteil des Zürcher Baurekursgerichts, das den Einsprachen der Hamasil-Stiftung und des Zürcher Heimatschutzes Recht gibt und dazu führt, dass die vom Abriss bedrohten Maag-Hallen in Zürich-West noch eine Weile in ihrer bisherigen Form stehen bleiben dürfen. Die Swiss Prime Site (SPS) möchte das Areal neu bebauen, muss jetzt aber die Abklärungen zur Schutzwürdigkeit der alten Industriehallen abwarten, was wahrscheinlich lange dauert. Interessant zu lesen sind bei dem Artikel vor allem die Kommentare der Tagi-Abonnenten – da geht es teilweise gehässig zu und her!
«Was absolut unsäglich ist, wenn sich der Denkmalschutz jahrzehntelang für ein Gebäude nicht die Bohne interessiert, sobald aber die Baubewilligung vorliegt und die Bagger bereit stehen (also im ungünstigsten Zeitpunkt!) kommt der Denkmalschutz und sagt, halt, es muss zuerst noch abgeklärt werden, ob das Gebäude schützenswert ist, und der Bauherr darf solange abwarten und zusehen wie sein Geld zerrinnt», regt sich ein Leser auf, während ein anderer fragt: «Wieso muss eigentlich alles plattgemacht werden, damit die Rendite steigt?» – Hier geht's zum Schlagabtausch der Tagi-Leser*innen

Die Maag-Halle. (Bild: Silas Zindel/TA)
Die Maag-Halle. (Bild: Silas Zindel/TA)

Street Art Tour durch Zürich-West

Zürich-West hat Street-Art-Fans einiges zu bieten. Von grossformatigen Murals über zeitgeistige Graffiti bis zu kleinen 3D-Interventionen finden sich im einstigen Industriequartier viele Facetten der Outdoor-Kunst.

Text: Jeroen van Rooijen

Ausgerechnet vom international bekanntesten Schweizer Street Art Artisten gibt es in Zürich-West nichts zu finden – Harald Nägeli sprayte Ende der 1970er-Jahre lieber in der Altstadt und im Universitätsquartier als im rauen Westen, wo der Kontrast vielleicht nicht so stark gewesen wäre. Vielleicht hätte es dort auch keinen interessiert, weil Graffiti in Zürich-West, anders als in den schicken Wohngegenden am Hügel, schon lange zum Stadtbild gehören.

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Herbst-Agenda 2025 Zürich-West

Es ist in den kommenden Wochen ganz schön etwas los im Industriequartier – nachfolgend eine subjektive Auswahl von Terminen, die wir nicht missen möchten.

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Mehr als anderthalb Jahre lang war das Viadukt im Zürcher Kreis 5 aufgrund von Bauarbeiten eingerüstet. Anstelle einer herkömmlichen Bauverhüllung setzten Studierende der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) ein kreatives Zeichen: Sie gestalteten die Abdeckungen für das massive Baugerüst und verwandelten die Viaduktbögen in eine temporäre Freiluftgalerie.

Weiterlesen: Im Viadukt: Aus Baustellen-Blachen werden Taschen

Daydance by Drift in Frau Gerolds Garten

Tagsüber statt tiefnachts tanzen – ein Phänomen, dass seit einiger zeit immer mehr Menschen begeistert. Am Samstag, 7. Juni wird auch in Frau Gerolds Garten zum Day Dance gebeten.

Es heisst ja gerne, dass die jungen Leute von heute anders ticken, andere Prioritäten hätten, anders leben und ausgehen. Das ist wohl so, denn neuerdings wird nicht mehr nur nachts und bis in die frühen Morgenstunden gefeiert, sondern auch nachmittags getanzt.

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Ein Pfingsthain für Zürich-West

Eine Arbeitsgruppe präsentiert ein Projekt und ein Hochparterre-Themenheft zur Umgestaltung der Pfingstweidstrasse. Aus dem ehemaligen Autobahnzubringer soll ein 800 Meter langer grüner Hain werden. 

Die Interessengemeinschaft Zentrum-Hardbrücke (IGZH) macht Dampf und treibt die Zürcher Stadtplanung vor sich her – mit guten Ideen, öffentlichkeitswirksamen Aktionen und einer gut gefüllten Kampagnenkasse.

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Herbst-Agenda Zürich-West 2024

Trari, trara, der Herbst ist da – und damit eine ereignisreiche, vielseitige Zeit im Industriequartier. Unsere Übersicht der Ereignisse für September, Oktober, November und die Vorweihnachtszeit.

Seit Mitte September macht sich der Herbst auch in Zürich-West deutlich bemerkbar. Hier sind einige Ereignisse und Termine, die den Herbst umso bunter machen.

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Looser verlässt das Industriequartier

Schritt für Schritt zieht sich das verarbeitende Gewerbe aus dem einstigen Industriequartier zurück. Neuestes Kapitel: Die Walter Looser AG, ein führender Anbieter von Bronzewerkstoffen, gibt seinen Standort am Viadukt auf und zieht nach Regensdorf.

Die grossen Mulden vor dem Haus an der Ecke Viadukt-/Josefstrasse kündigen es seit Wochen an: Hier wird ein Haus entrümpelt. Denn der Mietvertrag mit der Stadt läuft aus – alle Mieter des unansehnlichen Blocks ziehen aus, auch die Walter Looser AG, einer der führenden Schweizer Spezialisten für Bronze-Werkstoffe und Gleitlager.

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Platanen mit Sensoren in Zürich West

Die schattenspendenden Platanen in der Nachbarschaft der Hardbrücke tragen neuerdings Temperatur-Sensoren

Der kleine Platanenweg Zürich-West findet bereits im 3. Jahr statt. Es handelt sich dabei um drei Grüppchen teils sehr alter Bäume, die in der unwirtlichen Umgebung der Hardbrücke für Schatten und ein bisschen Grün sorgen. Neu kann man die vielgepriesene Klimawirkung der grossen Bäume live überprüfen.

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Die Kräne im Viadukt kommen weg

Seit einem Jahr wird im Viadukt gebaut – die SBB sanieren Mauerwerk, Geleise, Geleisebett und Fahrleitungen. Nun neigt sich die Baustelle ihrem Ende zu – bereits ab Mitte September werden die nicht mehr benötigten fünf Drehkräne abgebaut.

Seit einem Jahr steht im Viadukt, einer der beliebtesten Flanier- und Einkaufsmeilen der Stadt, ein riesengrosses Gerüst, dazu fünf massive Drehkräne auf Betonfundamenten. Seit Dezember wird praktisch permanent gebaut, gebohrt und gehämmert, denn innerhalb der einjährigen Fahrplanperiode fahren keine Züge zwischen Wipkingen und HB, das Viadukt ist für den Schienenverkehr stillgelegt. 

Nun neigt sich die für Anwohner und Gewerbetreibende mühsame Grossbaustelle langsam ihrem Ende zu – bereits ab Mitte September werden die nicht mehr benötigten Kräne demontiert.

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Baschi und Zürich-West – eine Langzeitbeziehung

Für eine Rückblende auf 20 Jahre seiner Karriere kehrte der Schweizer Musiker in die Maag-Halle zurück

In einem langen Interview blickt der Schweizer Volks-Star Baschi zurück auf zwanzig Jahre seiner Karriere – die notabene in Zürich-West in der Maag-Halle begann. Hier überzeugte der damals 17-jährige Jüngling der Casting-Show «Music Star».

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