Im Kulturpark Zürich-West findet am Donnerstag, 12. Oktober 2023 eine Podiumsdiskussion über die Zukunft des Josef-Areals statt – was soll auf der grössten Brache des Quartiers eines Tages entstehen?
Das Josef-Areal ist ein zentraler Baustein in Zürich-West: die zwischen Pfingstweid-, Josef- und Viaduktstrasse gelegene Parzelle der ehemaligen Kehrichtverbrennung soll in den kommenden Jahren neu genutzt werden. Aber womit?
Die Stadt hat ihre Ideen, und diese – u.a. Alterswohnungen, ein Werkhof und ein Hallenbad – haben im Industriequartier für Kopfschütteln gesorgt.
Noch ist nicht alles entschieden, und so wird diskutiert! Der Kulturpark von Quartier-Original Martin Seiz findet: Zürich braucht mehr Wohnraum, Zürich-West mehr Leben! Auf dem städtischen Josef-Areal im Kreis 5 liessen sich zum Beispiel 500 gemeinnützige Wohnungen realisieren. Eine Chance, die sich die Stadt Zürich in Zeiten der Wohnungsnot gut überlegen sollte. Eine Arbeitsgruppe der IG Zentrum Hardbrücke hat Vorschläge ausgearbeitet, wie auf dem Josef-Areal Wohnungen entstehen können.
Josef will wohnen - eine Visualisierung. (Bild: Kulturpark)
Wie schon bei der «Blühenden Pfingstweide» hat sich die Architektur-Zeitschrift Hochparterre des Themas angenommen und eine Sonderausgabe dazu publiziert. Und einmal steckt unter anderem Martin Hofer dahinter, der als kluger Vordenker der Quartierentwicklung schon bei anderen Projekten in Zürich-West mitgearbeitet hat. Die NZZ widmet dem Vorschlag einen grösseren Artikel und prophezeit, dass es bei der Umsetzung der Idee noch zu grösseren politischen Verwerfungen kommen wird.
So könnte das Josef-Areal auch aussehen. Illustration: Hochparterre.
Auf dem Podium vom Donnerstagabend, 12. Oktober 2023 im Kulturpark diskutieren Vertreterinnen und Vertreter aus der Politik, vom Mieterverband, aus der Stadtplanung, wie diese Vorschläge realisiert werden können. Der Eintritt ist frei.
Zürich-West hat Street-Art-Fans einiges zu bieten. Von grossformatigen Murals über zeitgeistige Graffiti bis zu kleinen 3D-Interventionen finden sich im einstigen Industriequartier viele Facetten der Outdoor-Kunst.
Text: Jeroen van Rooijen
Ausgerechnet vom international bekanntesten Schweizer Street Art Artisten gibt es in Zürich-West nichts zu finden – Harald Nägeli sprayte Ende der 1970er-Jahre lieber in der Altstadt und im Universitätsquartier als im rauen Westen, wo der Kontrast vielleicht nicht so stark gewesen wäre. Vielleicht hätte es dort auch keinen interessiert, weil Graffiti in Zürich-West, anders als in den schicken Wohngegenden am Hügel, schon lange zum Stadtbild gehören.
Mehr als anderthalb Jahre lang war das Viadukt im Zürcher Kreis 5 aufgrund von Bauarbeiten eingerüstet. Anstelle einer herkömmlichen Bauverhüllung setzten Studierende der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) ein kreatives Zeichen: Sie gestalteten die Abdeckungen für das massive Baugerüst und verwandelten die Viaduktbögen in eine temporäre Freiluftgalerie.
Tagsüber statt tiefnachts tanzen – ein Phänomen, dass seit einiger zeit immer mehr Menschen begeistert. Am Samstag, 7. Juni wird auch in Frau Gerolds Garten zum Day Dance gebeten.
Es heisst ja gerne, dass die jungen Leute von heute anders ticken, andere Prioritäten hätten, anders leben und ausgehen. Das ist wohl so, denn neuerdings wird nicht mehr nur nachts und bis in die frühen Morgenstunden gefeiert, sondern auch nachmittags getanzt.
Eine Arbeitsgruppe präsentiert ein Projekt und ein Hochparterre-Themenheft zur Umgestaltung der Pfingstweidstrasse. Aus dem ehemaligen Autobahnzubringer soll ein 800 Meter langer grüner Hain werden.
Die Interessengemeinschaft Zentrum-Hardbrücke (IGZH) macht Dampf und treibt die Zürcher Stadtplanung vor sich her – mit guten Ideen, öffentlichkeitswirksamen Aktionen und einer gut gefüllten Kampagnenkasse.
Schritt für Schritt zieht sich das verarbeitende Gewerbe aus dem einstigen Industriequartier zurück. Neuestes Kapitel: Die Walter Looser AG, ein führender Anbieter von Bronzewerkstoffen, gibt seinen Standort am Viadukt auf und zieht nach Regensdorf.
Die grossen Mulden vor dem Haus an der Ecke Viadukt-/Josefstrasse kündigen es seit Wochen an: Hier wird ein Haus entrümpelt. Denn der Mietvertrag mit der Stadt läuft aus – alle Mieter des unansehnlichen Blocks ziehen aus, auch die Walter Looser AG, einer der führenden Schweizer Spezialisten für Bronze-Werkstoffe und Gleitlager.
Die schattenspendenden Platanen in der Nachbarschaft der Hardbrücke tragen neuerdings Temperatur-Sensoren
Der kleine Platanenweg Zürich-West findet bereits im 3. Jahr statt. Es handelt sich dabei um drei Grüppchen teils sehr alter Bäume, die in der unwirtlichen Umgebung der Hardbrücke für Schatten und ein bisschen Grün sorgen. Neu kann man die vielgepriesene Klimawirkung der grossen Bäume live überprüfen.
Seit einem Jahr wird im Viadukt gebaut – die SBB sanieren Mauerwerk, Geleise, Geleisebett und Fahrleitungen. Nun neigt sich die Baustelle ihrem Ende zu – bereits ab Mitte September werden die nicht mehr benötigten fünf Drehkräne abgebaut.
Seit einem Jahr steht im Viadukt, einer der beliebtesten Flanier- und Einkaufsmeilen der Stadt, ein riesengrosses Gerüst, dazu fünf massive Drehkräne auf Betonfundamenten. Seit Dezember wird praktisch permanent gebaut, gebohrt und gehämmert, denn innerhalb der einjährigen Fahrplanperiode fahren keine Züge zwischen Wipkingen und HB, das Viadukt ist für den Schienenverkehr stillgelegt.
Nun neigt sich die für Anwohner und Gewerbetreibende mühsame Grossbaustelle langsam ihrem Ende zu – bereits ab Mitte September werden die nicht mehr benötigten Kräne demontiert.
Für eine Rückblende auf 20 Jahre seiner Karriere kehrte der Schweizer Musiker in die Maag-Halle zurück
In einem langen Interview blickt der Schweizer Volks-Star Baschi zurück auf zwanzig Jahre seiner Karriere – die notabene in Zürich-West in der Maag-Halle begann. Hier überzeugte der damals 17-jährige Jüngling der Casting-Show «Music Star».
Und wieder verschwindet ein Stück Vorstadt und Industrie aus dem Quartier: Das beliebte Auto-Waschcenter an der Hardbrücke zieht in die Agglo, weil es in Zürich-West nach dreissig Betriebsjahren keine Möglichkeiten zur Weiterentwicklung mehr sieht
Die Geschäftsleitung von Best Carwash teilt ihren Kunden in einem Rundschreiben «schweren Herzens» mit, dass die Filiale Hardbrücke nach über dreissig Betriebsjahren per Ende September vorzeitig geschlossen werde.
Der «Tages-Anzeiger» hat ein Reporter-Team losgeschickt, um 24 Stunden lang im Kreis 5 und Zürich-West zu verbringen. Eine kurze Zusammenfassung.
Der «Tages-Anzeiger», von Locals auch einfach nur «Tagi» genannt, ist Zürichs Zeitung des Volkes ... nicht so bourgeois und bürgerlich wie die «NZZ», nicht so bretthart alternativ wie die «WOZ», nicht so schäbig und boulevardesk wie «20minuten« oder «Blick». Mitten im Leben, ein bisschen links, bei den Leuten – das ist der Tagi. Nun hat die Zeitung ein Reporter-Team losgeschickt, um 24 Stunden im Kreis 5 zu verbringen. Die Reportage zeigt den Charakter, die Stärken und auch die Schwächen des Quartiers.